Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Das EGAL entscheidet

Foto: akante1776 http://flic.kr/p/76XBE8; http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de

Seit einer Woche erzählen uns die Medien des Landes nun etwas über den SPD-Wahlslogan. Der Spruch “Das WIR entscheidet” soll geklaut worden sein. Von einer armen Leiharbeitsfirma – ausgerechnet! IST NICHT WAHR! WIRKLICH? SKANDAL IM PEER-BEZIRK! 

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Frühlingsermatten

Gut, ich war im T-Shirt vor der Tür. Die Sache mit dem Frühling wäre dann also geklärt.  Im T-Shirt! Ohne Handschuhe, ohne Mütze. Und auch der Ausbruch des meteorologischen Mitteilungsdranges auf den sozialen Netzwerken lässt erkennen: Da geht was, jetzt muss es.

Jubel und Erleichterung für viele – nicht für mich. Mit der Wärme kommen die Probleme: Alle haben gute Laune und grinsen die Essensreste zwischen den Zähnen in der Gegend herum. Dazu werden einem entblößte Körper ins Auge gedrückt und Pärchen wälzen sich ineinander verschlungen über Parkwiesen. Glückwunsch dazu!

Es beginnt die Entschleunigung. Prokrastination hallo, Strebertum adé. Die vielen, dunklen Winterabende, an denen man nicht draußen sein wollte, an denen man sich am Schreibtisch wohler fühlte als im Park. Was in der Zeit alles geschafft wurde. Vorbei.

Zwischen den Bäumen wird jetzt die Freizeit gespannt, Slacklines quer durch die eben noch fast verlassenen Grünanlagen. So viele Menschen in dieser Stadt? Ja, doch.

In mir rumort es und bald, wenn es noch ein paar Grad wärmer ist, dann wird Arbeit zu später. Zumindest, sicher ist sicher, bin ich vorbereitet: Die Badehosen sind nach Farben sortiert, die Sonnenbrillen schnell greifbar in Zweierreihen  aufgestellt und Sonnencreme mit Carotin – “für eine schöne Bräune”, wie das Etikett verrät – besorgt.

Die Arbeit nehme ich dann mit in den Park, um sie in der Sonne zu erledigen. Das ist schließlich viel angenehmer. Später nehme ich die Arbeit wieder mit nach Hause und das einzige, was ich geschafft habe ist: mich selbst – in der Hitze liegen strengt an.

Rubrik:  Schlickertüte

Schlafende Katzen – in (sehr) lustigen Posen.

Bei dieser Top 25 lohnt es sich sogar, bis ganz nach unten zu scrollen:

Foto: http://mfrost.typepad.com/cute_overload/2009/01/cat-and-baby.html

Für mehr: Hier entang!

In diesem Sinne wünschen wir unseren Z&P-Lesern eine gute und erholsame Nacht!

Rubrik:  Schlickertüte

Der miese Aprilscherz.

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Hennes und Mauritz und Ich

Foto: "fat jeans skinny jeans" von mbtrama - http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de

Alle paar Monate (Ok, Jahre) ist es soweit: Ich brauche eine neue Hose. Was mit jungen 6 Jahren noch von Horrorausflügen mit den Eltern ins städtische Einkaufszentrum und Schreikrämpfen begleitet wurde, mit etwas fortgeschrittenem Alter teilweise angenehmer aber durch das viel zu mickrige Taschengeld stark restringiert deshalb auch schwieriger ausfiel, ist nun ganz einfach. Oder war es zumindest bisher.

Prozedere: Man merke sich 2-3 Zahlen und finde

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Music from around the World

Foto: http://mermonte.bandcamp.com/album/mermonte

Gerade hatte ich mir vorgenommen, mich der Musik wieder mit mehr Respekt zu widmen. Nicht immer nur 30 Sekunden durch Spotify-Songs zu klicken, nicht die Bands in den untersten Zeilen der Festivalposter zu googlen, um auch ja der Erste zu sein, der die nächsten Arcade Fire schon kennt. Einfach mal wieder Strokes Is this it über Kopfhörer laufen lassen, und nicht die Snippets vom neuen Album streamen. Ein typischer Anfall von: Man muss ja auch Prinzipien haben. Und welch Überraschung: Es hat nicht geklappt.

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Pünktlich zu Ostern: Die Bahn

Foto: Mirko Tobias Schaefer http://www.flickr.com/photos/gastev/, http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de

Ostern, eines dieser Feste, zu dem jeder seinen ganz persönlichen Bezug hat. Einige gedenken tatsächlich Vadda seinem Sohn, obwohl sie sich bei all dem kognitiven overload nicht mehr ganz sicher sind, ob dieser jetzt am Freitag oder vielleicht doch am Sonntag geköpft wurde. Andere haben zwar mit Jesus weniger am Hut, finden vier freie Tage weg von den Pfeffersäcken im Vorstand und ihrem maroden Saftladen aber auch mal ganz gut. Kinder, die nicht zufällig in einer der katholischen Zuchtschmieden aufwuchsen, sammeln euphorisch Ostereier, die Mutti beim Osterspaziergang gekonnt unauffällig aus der Tasche fallen lässt und die Hippies unter uns schieben Kraft Foods am nachhaltig aufgeschichteten Feuer im heimischen Dorf die Schuld für den Werteverlust im Allgemeinen in die feierlich aufpolierten Lloyds. Doch bevor jeder die osterliche Familienzusammenkunft auf seine ganz eigene Art zelebriert, eint alle am Gründonnerstag eines: Alle stehen auf der Autobahn im Stau oder sitzen, so wie ich, auf den Boden eines verspäteten ICE.

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Auslosung unter der Lupe

Foto: nicubunu.photo - http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de

Fast jeder der das Abitur hinter sich gebracht oder einen der 3425 Studiengänge belegt hat, der ein Mindestmaß an Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung erfordert, wird höchstwahrscheinlich (haha…) mit Grauen daran zurückdenken. Auch ich habe gute vier Jahre und drei extrem bescheidene Prüfungsergebnisse gebraucht, bis ich mich das erste Mal wirklich darauf eingelassen habe.

Doch hat man diesen Schritt erst einmal hinter sich gebracht, lässt sich auch im Alltag zu relativ interessanten Erkenntnissen gelangen. Warum, zum Beispiel, hatten während meiner Schulzeit in fast jedem Jahr zwei Mitschüler am gleichen Tag im Jahr Geburtstag, habe ich mich in jüngeren Jahren öfter gefragt?

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Ich teile gerne, aber nicht mit Dir

Foto: digitalegesellschaft.de

In Hannover ist mal wieder Cebit-Zeit. Bereits gestern durfte die Kanzlerin “traditionell” die Messe eröffnen und bekam zur Feier des Tages ihr erstes Smartphone. Nachdem man sie anschließend schon mit Mc Fitti an der Frittenbude sah und sie den Premier des diesjährigen Partnerlandes Polen euphorisch mit “Digi Digi oh yeah!” begrüßte, verging ihr die gute Laune so gleich wieder. Das eben geschossene Backstage-Foto in Gangster-Pose kann sie nämlich gar nicht so einfach mit Horst, Patrick und Wolle teilen – ihr neues Spielzeug ist ein Hochsicherheits-Handy und daher nach außen abgeschirmt. Macht natürlich Sinn für die Kanzlerin, passt aber mal so gar nicht zum Leitthema der Messe in diesem Jahr: Shareconomy. “Es beschreibt das Prinzip des Teilens und gemeinsamen Nutzens sowohl von Wissen, Kompetenzen und Kontakten als auch von Dokumenten, Infrastrukturen, Produkten und Dienstleistungen.”, schreibt die Cebit.

Ok, es wäre nicht im Sinne aller, wenn jeder freien Zugang zu Merkels facebook-Chats hätte, aber trotzdem ist dieser Gegensatz eine viel zu schöne Metapher für die Bundestags-Entscheidung vom letzten Freitag, um ihn nicht als Einstieg zu nutzen. Am Freitag haben Merkel und Freunde das neue Leistungsschutzrecht abgenickt und im Internet chronisches Kopfschütteln ausgelöst.

Rubrik:  Fuchsschwanz des Tages

Hitler, aber fair

Gestern, 21 Uhr, geschah es: gutes Fernsehen – und das in einer dieser Talkshows. Frank Plasberg lud in sein schwer beleuchtetes Wohnzimmer zum munteren Diskutieren ein, über ihn, Hitler, den Bösen.

Das Thema: “Hitler als Witzfigur – worüber darf Deutschland lachen?”. Im Rund saßen Leo Fischer, Chefredakteur des Satire-Magazins Titanic, Flachwasser-Comedian Oliver Pocher, Erika Steinbach (CDU), Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Rudolf Dreßler, ehemaliger deutscher Botschafter in Israel, und Literaturkritiker Hellmuth Karasek.

Die Diskussion drehte sich